Wer nach dem Preis für WordPress-Wartung sucht, findet Angebote ab 9 Euro im Monat und Angebote ab 300 Euro. Von außen ist das kaum zu vergleichen, weil man erst beim genauen Hinsehen merkt, dass hinter den Zahlen völlig unterschiedliche Leistungen stecken.
Deshalb hier zuerst die Zahlen, danach die Erklärung, wovon sie abhängen und worauf Sie bei der Wahl eines Anbieters achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Am deutschen Markt liegt WordPress-Wartung aktuell zwischen 9 und über 300 Euro netto im Monat.
- Für eine gewöhnliche Unternehmenswebsite ohne Shop sind 40 bis 150 Euro realistisch.
- Unter etwa 20 Euro bleibt rechnerisch kaum bezahlte Arbeitszeit übrig. Dort laufen Updates meist automatisch durch, ohne dass jemand das Ergebnis kontrolliert.
- Den Preis bestimmt weniger die Größe der Website als die Frage, ob nach einem Update ein Mensch auf die Seite schaut.
- Bei Siteprex kostet Wartung 29, 59 oder 99 Euro netto im Monat.
Was WordPress-Wartung am Markt kostet
Die günstigsten Wartungspakete in Deutschland starten bei etwa 9 bis 15 Euro netto im Monat. Am oberen Ende stehen Agentur-Verträge jenseits von 300 Euro, bei denen Wartung oft ein Teil einer größeren Betreuung ist. Dazwischen liegt der Bereich, in dem sich die meisten Unternehmen bewegen: 40 bis 150 Euro netto im Monat für eine übliche Firmenwebsite mit ein paar Dutzend Unterseiten, Kontaktformular und regelmäßigen Inhaltsänderungen.
Onlineshops liegen in der Regel darüber. Bei einem Shop werden Zahlungen abgewickelt und personenbezogene Daten verarbeitet, Updates müssen entsprechend sorgfältiger geprüft werden, und ein Ausfall kostet unmittelbar Umsatz. Realistisch sind hier 100 bis 300 Euro im Monat.
Warum die Spanne so groß ist
„Wartung“ ist kein geschützter Begriff. Jeder Anbieter darf darunter verstehen, was er möchte. Drei Fragen trennen in der Praxis die Angebote voneinander, und sie stehen selten in der Preistabelle.
Schaut nach dem Update jemand auf die Seite? Ein Update ist eine neue Programmversion, entweder für WordPress selbst (den sogenannten Core) oder für eines der Zusatzmodule, die den Funktionsumfang erweitern (Plugins). Das Einspielen dauert Sekunden und lässt sich automatisieren. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: prüfen, ob das Layout noch stimmt, ob Formulare noch versenden, ob der Warenkorb noch funktioniert. Genau dieser Schritt fällt bei billigen Paketen weg.
Wo liegt das Backup? Eine Sicherung auf demselben Server, auf dem auch die Website liegt, hilft bei einem Serverausfall oder einem Hack in der Regel nicht weiter. Getrennter Speicherplatz kostet Geld, und der ist im Preis entweder drin oder nicht.
Wie schnell ist jemand erreichbar, wenn die Seite steht? Erreichbarkeit ist der teuerste Posten überhaupt, weil sie auch dann bezahlt werden muss, wenn nichts passiert. Anbieter, die keine Reaktionszeit nennen, haben in aller Regel auch keine eingeplant.
Woraus sich der Preis rechnerisch zusammensetzt
Qualifizierter WordPress-Support kostet in Deutschland üblicherweise 80 bis 150 Euro netto pro Stunde. Mit dieser Zahl im Kopf lässt sich jedes Wartungsangebot gegenrechnen.
Ein Paket für 12 Euro im Monat bringt 144 Euro im Jahr ein. Davon gehen Speicherplatz für die Sicherungen ab, die Überwachung der Erreichbarkeit, anteilige Lizenzkosten für Sicherheitswerkzeuge und der Zugriff auf eine Schwachstellendatenbank. Was übrig bleibt, reicht für etwa eine halbe Stunde Arbeitszeit. Im Jahr. Das ist kein unseriöses Angebot, es ist schlicht ein anderes Produkt: ein Automatismus, kein Dienstleister.
Bei einem Paket ab etwa 60 Euro im Monat sieht die Rechnung anders aus. 720 Euro im Jahr tragen die laufenden Kosten und daneben rund vier bis sechs Arbeitsstunden. Das entspricht ungefähr dem, was eine Website mit kontrollierten Updates, getesteten Sicherungen und gelegentlichen Kleinigkeiten tatsächlich braucht.
Selber machen, Hosting-Automatik oder Wartungsvertrag
Selbst übernehmen. Technisch geht das. Rechnen Sie mit zwei bis vier Stunden im Monat für Updates, Sicherungen und einen Blick auf die Sicherheit. Wer die eigene Arbeitszeit mit 50 Euro ansetzt, liegt bei 100 bis 200 Euro monatlich, dazu kommen Lizenzen für kostenpflichtige Erweiterungen. Der eigentliche Haken ist selten das Geld, sondern die Regelmäßigkeit: Wartung wirkt nur, wenn sie auch in vollen Wochen stattfindet.
Hosting mit Update-Automatik. Viele Hoster spielen Updates inzwischen selbst ein, oft für 15 bis 40 Euro im Monat zusätzlich zum Hosting. Das schließt die gefährlichste Lücke, nämlich veraltete Erweiterungen. Was dabei niemand übernimmt, ist die Kontrolle danach und die Verantwortung, wenn nach dem Update etwas nicht mehr geht.
Wartungsvertrag. Hier zahlen Sie dafür, dass jemand zuständig ist. Der Unterschied zeigt sich nicht im Monat, in dem alles glattgeht, sondern in dem einen Monat, in dem es das nicht tut. Wer trägt wann die Verantwortung für was? Das gehört vor Vertragsabschluss geklärt. Eine Seite kann trotz Wartung gehackt werden, und ein Update kann etwas kaputt machen. Beides kommt vor. Dann steht die Frage im Raum, wer den Schaden behebt. Meist ist das der Dienstleister, der auch die Wartung übernimmt. Aber ist diese Behebung im Vertrag geregelt, oder kostet sie extra?
Wir trennen dabei zwei Fälle. Geht bei einem Update etwas kaputt, ist das unser Fehler, und wir bringen die Seite ohne zusätzliche Rechnung wieder in Ordnung. Ein Hack kommt von außen und ist eine eigene Leistung mit eigenem Aufwand. Fragen Sie diese Unterscheidung bei jedem Anbieter ab, sie steht selten im Angebot.
Woran Sie ein zu günstiges Angebot erkennen
Fünf Punkte, die Sie vor Vertragsabschluss klären sollten. Ein seriöser Anbieter beantwortet sie ohne Zögern.
- Wo liegen die Sicherungen und wie viele Stände gibt es? Wenn ein Schadprogramm wochenlang unbemerkt auf der Seite lag, hilft nur die Sicherung von vorgestern nicht mehr weiter.
- Wurde eine Wiederherstellung jemals getestet? Eine Sicherung, die noch nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung, kein Backup.
- Wird nach dem Update kontrolliert? Und was passiert, wenn dabei etwas kaputtgeht? Der Fachbegriff dafür ist Rollback: das Zurückdrehen auf den Stand vor dem Update.
- Ist die Bereinigung nach einem Hack enthalten? In den meisten Paketen ist sie das nicht. Am Markt kostet sie als Einzelleistung meist einen mittleren dreistelligen Betrag.
- Gibt es eine zugesagte Reaktionszeit? „Wir melden uns zeitnah“ ist keine.
Was Wartung bei Siteprex kostet
Wir haben drei Pakete: 29, 59 und 99 Euro netto im Monat. Bei jährlicher Zahlung entfallen zwei Monatsbeiträge. Enthalten sind in allen Paketen kontrollierte Updates mit vorheriger Sicherung, Backups auf getrenntem Speicher in Deutschland, Überwachung der Erreichbarkeit und ein fester Ansprechpartner. Die Unterschiede liegen im Rhythmus der Sicherungen, im Umfang der Inhaltspflege und darin, wie viel Sicherheits- und Rechtstextarbeit mitläuft. Die vollständige Gegenüberstellung steht auf der Preisseite.
Was nicht im Paket steckt, ist die Bereinigung einer bereits infizierten Website. Die bieten wir als Einmalleistung zum Festpreis von 495 Euro netto an, mit kostenloser Ersteinschätzung vorab.
Wann sich ein Wartungsvertrag nicht lohnt
Es gibt Fälle, in denen wir abraten. Wenn die Website ohnehin in den nächsten Monaten abgelöst wird, ist ein Jahresvertrag unnötig. Wenn im Haus jemand sitzt, der die Aufgabe wirklich übernimmt und nicht nur übernehmen will, sparen Sie das Geld. Und wenn die Seite gar nicht auf WordPress läuft, sondern aus festen HTML-Dateien besteht, entfällt der größte Teil des Wartungsbedarfs von selbst.
In allen anderen Fällen ist die Rechnung ziemlich nüchtern: Eine Wartung für 59 Euro im Monat kostet im Jahr weniger als eine einzige Hack-Bereinigung.
Häufige Fragen zu den Kosten
Ist Wartung nicht im Hosting enthalten?
In der Regel nicht. Ein Hoster kümmert sich um den Server: Erreichbarkeit, Serversoftware, teils die PHP-Version. Alles, was innerhalb Ihrer WordPress-Installation passiert, gehört Ihnen. Manche Tarife spielen Updates automatisch ein, die Verantwortung für das Ergebnis übernehmen sie damit nicht.
Lohnt sich Wartung auch für eine kleine Website?
Angriffe laufen automatisiert. Sie suchen nach bekannten Sicherheitslücken, nicht nach großen Firmen. Eine Seite mit fünf Unterseiten wird genauso gefunden wie ein Konzernauftritt. Der Umfang darf kleiner sein, komplett verzichten sollte man nicht.
Monatlich oder jährlich zahlen?
Jährlich ist bei den meisten Anbietern günstiger, bei uns um zwei Monatsbeiträge. Achten Sie aber auf die Mindestlaufzeit, die davon unabhängig ist. Sie beträgt bei uns zwölf Monate.
Was kostet es, eine gehackte Website reparieren zu lassen?
Am Markt liegen Festpreise überwiegend im mittleren dreistelligen Bereich, je nach Umfang des Befalls. Dazu kommt der Schaden, der sich schlechter beziffern lässt: Ausfalltage, Warnhinweise in Suchmaschinen und der Vertrauensverlust bei Kunden, die die Seite in dem Zustand gesehen haben.
Kostet ein großer Versionssprung extra?
Bei manchen Anbietern ja. Große WordPress-Versionen erscheinen ein- bis zweimal im Jahr und werden dort gegen Aufpreis eingespielt. Fragen Sie das ab, es ist einer der häufigsten versteckten Posten. Bei uns sind sie enthalten.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?
Sie bekommen die letzte vollständige Sicherung ausgehändigt, und unsere Wartungswerkzeuge werden von Ihrer Seite entfernt. Ein Anbieter, der Ihnen Ihre Sicherungen nicht herausgibt, sollte nicht in die engere Auswahl kommen.
Wenn Sie vor der Entscheidung erst einmal wissen möchten, in welchem Zustand Ihre Website überhaupt ist: Unser kostenloser Website-Check prüft von außen und ohne Zugangsdaten, wie aktuell WordPress und die eingesetzten Erweiterungen sind.